Toilette ohne Strom: Was bei einem Stromausfall wirklich hilft

Goldeimer Trockentoilette im heimischen Badezimmer

Stromausfälle sind in Deutschland selten, aber sie kommen vor. Manchmal nur für ein paar Stunden, manchmal länger – wie kürzlich in Berlin der Fall. Spätestens dann kommt plötzlich die Frage auf: Kann ich jetzt noch aufs Klo gehen? Hier erfährst du, was bei einem Stromausfall mit der Toilette und Klospülung passiert, welche Notlösungen es gibt und warum Trockentoiletten und Trockentrenntoiletten eine überraschend sinnvolle Ergänzung sein können – nicht nur für den Ernstfall.

 

Funktioniert die Toilettenspülung bei Stromausfall?

Wie sagt man im Juristischen so schön: Das kommt darauf an. Ob eine Toilette bei Stromausfall noch funktioniert, hängt von der Technik ab.

Klassische Toiletten mit Spülkasten arbeiten mit Schwerkraft. Solange Wasser im Leitungssystem vorhanden ist, lassen sie sich in der Regel auch ohne Strom noch nutzen. Anders sieht es aus, wenn elektrische Pumpen oder Hebeanlagen im Spiel sind – etwa in Kellerräumen oder in manchen Mehrfamilienhäusern. In diesen Fällen kann die Toilettenspülung bei Stromausfall nicht oder nur eingeschränkt funktionieren.

Kommt zusätzlich ein Ausfall des Wasserdrucks hinzu, ist Spülen generell nicht mehr möglich. Das betrifft dann alle Toilettentypen – unabhängig davon, ob Strom benötigt wird oder nicht.

Kurz gesagt:

  • Ein Stromausfall bedeutet nicht automatisch, dass die Toilette sofort unbenutzbar ist.
  • Er zeigt aber sehr schnell, wie abhängig unser Sanitärsystem von Wasser, Strom und Infrastruktur ist.

Toilette ohne Strom spülen mit der Eimerlösung

Wenn kein Wasserdruck mehr vorhanden ist, lässt sich eine Toilette trotzdem noch nutzen – manuell. Eine bewährte Notlösung ist das Spülen mit einem Eimer. Wasser aus der Badewanne, aus Kanistern oder aus anderen Vorräten wird mit Schwung direkt in die Toilettenschüssel gegossen. Die entstehende Bewegung ersetzt die klassische Spülung. Haben die meisten von uns bestimmt schon mal gemacht!

Diese Methode ist simpel, kurzfristig praktikabel und auch hygienisch okay. Sie zeigt aber auch ihre Grenzen: Sie setzt voraus, dass wir Wasserreserven haben, ist auf Dauer umständlich und bei längeren Strom- oder Wasserausfällen keine nachhaltige Lösung.

Spätestens hier stellt sich die Frage, ob es Toilettensysteme gibt, die gar nicht erst auf Strom oder Wasser angewiesen sind.

Trockentoiletten: Ein unabhängiges System

Trockentoiletten werden oft nur im Kontext von Camping, Outdoor-Aktivitäten oder als Lösung für Regionen, in denen es keine Kanalisation gibt, wahrgenommen. Tatsächlich sind sie ein vollwertiges Sanitärsystem – und gerade im Zusammenhang mit Stromausfällen erstaunlich logisch.

Der größte Unterschied zu herkömmlichen Toiletten: Trockentoiletten funktionieren ohne Strom, ohne Wasser und ohne Anschluss an die Kanalisation.

Das macht sie nicht nur krisenfest, sondern auch im Alltag zuverlässig – zum Beispiel als zusätzliche Toilette im Haushalt, im Garten, im Ferienhaus oder überall dort, wo Infrastruktur begrenzt ist. Bei mehreren Personen im Haushalt empfehlen wir die Goldeimer Basic Trockentoilette, weil sie das größte Fassungsvermögen hat. 

Warum eine Trockentoilette bei Stromausfall sinnvoll ist

1. Sie funktioniert unabhängig
Egal ob Stromausfall, Wassermangel oder technische Störung – eine Trockentoilette bleibt nutzbar. Sie ist nicht auf Druck, Pumpen oder Elektronik angewiesen.

2. Sie spart Wasser
Jede herkömmliche Klospülung verbraucht 8 bis 10 Liter Trinkwasser. Eine Trockentoilette kommt komplett ohne Wasser aus. Das ist nicht nur im Notfall relevant, sondern auch im Alltag ein bewusster Umgang mit Ressourcen – besonders im Hinblick auf Wasserknappheit und Klimawandel.

3. Sie ist sauberer als ihr Ruf
Moderne Trockentoiletten arbeiten mit Abdeckmaterialien wie Holzspänen oder anderen organischen Stoffen, z. B. das Goldeimer Kackpulver. Gerüche werden gebunden statt weggespült. Bei richtiger Nutzung sind sie sauber, kontrollierbar und geruchsarm.

4. Sie entlastet Infrastruktur
Alles, was nicht gespült wird, muss auch nicht gepumpt, transportiert und aufwendig gereinigt werden. Trockentoiletten machen sichtbar, wie viel Technik hinter dem scheinbar einfachen Spülknopf steckt.

Trockentoilette oder Trockentrenntoilette – was ist der Unterschied?

Trockentoiletten sammeln Ausscheidungen ohne Wasser. Trockentrenntoiletten trennen zusätzlich Festes und Flüssiges, also Urin und Kot, voneinander. Das reduziert Gerüche weiter und macht die Handhabung noch einfacher.

Beide Varianten sind stromunabhängig, wassersparend und robust. Sie funktionieren nicht nur im Ausnahmefall, sondern dauerhaft zuverlässig.

Du merkst, wir lieben Trocken(trenn)toiletten. Wir von Goldeimer verfolgen ja auch schon seit über 10 Jahren die Mission, Trockentoiletten wieder salonfähig zu machen. Warum? Weil uns das Konzept komplett überzeugt. Wir glauben fest daran, dass sie die Toilette der Zukunft ist.

Brauche ich jetzt ein Trockenklo im Badezimmer?

Du musst dein Badezimmer nicht sofort umbauen. Aber es lohnt sich, Sanitärversorgung mitzudenken, wenn es um Vorsorge geht.

Im ersten Schritt solltest du wissen, wie deine Toilette technisch funktioniert und verstehen, wie abhängig sie von Strom und Wasser ist. Gegebenenfalls entscheidest du dich dann, eine unabhängige Alternative parat zu haben. Das muss keine radikale Umstellung auf Trockentoilette sein, sondern kann auch einfach eine Ergänzung sein.

Fazit

Ein Stromausfall ist kein Alltag – aber er macht sichtbar, wie fragil viele unserer Systeme sind. Die Toilette gehört dazu. Trockentoiletten und Trockentrenntoiletten sind keine Notlösung, sondern ein durchdachtes, ressourcenschonendes, autarkes System. Sie funktionieren dann, wenn andere Systeme an ihre Grenzen kommen – und sie tun das leise, zuverlässig und unabhängig.

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