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Unsere Festivalrollen
Supporti
Du sorgst am Goldeimer für gute Stimmung und funkelnde Toiletten. Du hältst die Musik am Laufen, putzt die Klos, kassierst Eintritt und erklärst neugierigen Besuchenden unsere Klos und die Vision von Goldeimer. Noch mehr Zeit und Bock? Hilf als Supporti Plus bei Auf- und Abbau mit.
Operator
Als Operator bist du für den Auf- und Abbau der Klos zuständig. Während des Festivals hast du keine festen Schichten, sorgst aber mit deinem Operator-Buddy dafür, dass an eurem Klo-Modul alles läuft. Als Ansprechperson für die Supportis bist du zur Stelle, wenn mal was hakt.
Lead
Du kennst Goldeimer in- und auswendig und kannst die Bande im Zaum halten – als Lead bist du hauptverantwortlich vor Ort. Du koordinierst den Auf- und Abbau und bist die Schnittstelle zur Festival-Produktion. Hier ist Verantwortungsbewusstsein und Gelassenheit gefragt.
Ohne Festivalcrew kein Goldeimer. Seit 2013 sind wir zusammen unterwegs und betreiben Trockenklos auf den größten deutschen Festivals.
An- und Abreise
Die An- und Abreise zum Festival erfolgt individuell. Auf der Website des jeweiligen Festivals findest du alle Infos zu den Anreisemöglichkeiten. Für jedes Festival gibt es eine Goldeimer Telegramgruppe, dort kannst du auch eine Mitfahrgelegenheit organisieren.
Camping und Verpflegung
Bei den meisten Festivals campen wir zusammen im Crew Camp. Bitte bring dein eigenes Zelt und alles mit, was du zum Campen brauchst. Falls du in deinem Camper schlafen willst, kannst du nach der Zusage Bedarf für einen Carpass anmelden. Die sind immer sehr limitiert, wir kriegen’s aber meistens hin.
Im Crew Camp versorgt dich unsere Küchencrew mit sehr leckerem veganen Essen – eine warme Mahlzeit am Tag und eine Snack-Ecke für Frühstück oder den Hunger zwischendurch. Dafür sammeln wir eine kleine Umlage ein. Getränke und Lieblingssnacks bringt jede*r selbst mit.
Ticket und Ehrenamtspauschale
Du bekommst über uns ein Festivalticket für das gesamte Festival. Operator und Leads bekommen für ihren Einsatz zusätzlich eine Ehrenamtspauschale.
Miteinander
Wie sagte Valentina aus unserer Crew so schön? »Crew Love heißt Goldeimer. Goldeimer heißt Crew Love.« Wir wollen als Crew einen diskriminierungsfreien Raum schaffen, in dem sich alle respektiert und willkommen fühlen können. Wir sehen unsere Verantwortung, sicherzustellen, dass die Crew sensibilisiert für Diskriminierung und gesellschaftliche Machtstrukturen ist. Wir haben klare Regeln für ein respektvolles, hilfsbereites und solidarisches Miteinander (Code of Conduct) und eine Ansprechperson auf jedem Festival für den Fall, dass diese Regeln verletzt werden.
Uns ist bewusst, dass unsere Festivalcrew nicht alle Teile der Gesellschaft abbildet und wir arbeiten daran, Einstiegshürden abzubauen und eine sichere Umgebung für alle zu schaffen. Das schließt Bewerber*innen aus, die nicht zu diesem Anspruch beitragen wollen: Goldeimer ist ein Raum, in dem Queerfeindlichkeit, Misogynie, Rassismus, Abwertung von Religion, Klassismus und Ableismus nicht toleriert werden. Diskriminierendes, gewaltvolles und übergriffiges Verhalten führen zum Ausschluss.
Festival Check: Ist das Ehrenamt etwas für mich?
Festivals machen unglaublich viel Spaß – und das Ehrenamt bei Goldeimer auch. Viele aus der Festivalcrew sind seit Jahren mit Freude dabei. Es gibt aber einige Sachen, die du auf dem Schirm haben solltest, wenn du mit dem Gedanken spielst, dich für ein Festival mit Goldeimer anzumelden.
Auf Festivals kann es stürmen, regnen, brütend heiß sein und ganz schön matschig werden – manchmal sogar alles an einem Wochenende. Großveranstaltungen sind außerdem laut und trubelig. Auf diese Dinge solltest du vorbereitet sein und die passende Ausrüstung dabei haben. Im besten Fall warst du schon mal auf Festivals und/oder hast Campingerfahrung. Bitte bedenke, dass eine gewisse Belastbarkeit hinsichtlich Wetter, Lärm und Menschen nötig ist, um dieses Ehrenamt auszuüben.
Zu guter Letzt: Wir arbeiten mit Toiletten. Das sollte dich nicht in Ekel versetzen. Du wirst ab und an bestimmt mal was riechen und vielleicht auch mal sehen, aber keine Sorge. Wir halten die Klos schön sauber, das wissen die meisten Besuchenden auch sehr zu schätzen.
Wenn du hier überall einen Haken hinter setzen kannst, bist du bei uns goldrichtig.
Sonst noch Fragen?
Was macht Goldeimer auf Festivals?
Seit 2013 sind wir auf deutschen Festivals unterwegs, um auf die Sanitärkrise aufmerksam zu machen und nachhaltige Trockentoiletten wieder salonfähig zu machen. Kurz gesagt: Wir sorgen für gute Geschäfte. Auf den Campingplätzen der Festivalgelände retten wir den Festival-Besuchenden den Arsch – mit sauberen Klos und ordentlich Stimmung. Unsere Klos sind während des Festivals idR von 7 – 22 Uhr geöffnet und gegen Gebühr (Einzelschiss oder Kack-Flatrate) nutzbar. Es gibt immer Klopapier, Desinfektionsmittel, was zu Lesen und gute Musik. Die Goldeimer Crew ist jederzeit ansprechbar, hält die Toiletten sauber, informiert die Besuchenden und sorgt für gute Laune. Auf den Festivals sammeln wir nicht nur Kacke zum Kompostieren, sondern auch Spenden für unsere internationalen Partner-Sanitärprojekte.
Wie funktionieren die Toiletten?
Unsere Trockenklos funktionieren ohne Wasser und Chemie: Einfach hinsetzen, Geschäft machen und einen Becher Strohmehl (sogenannte Einstreu) darüber schütten. Das bindet Gerüche, deckt optisch ab und saugt Feuchtigkeit auf. Unter der Klobrille steht ein großer Behälter, in dem Fäkalien, Klopapier und Einstreu gesammelt werden. Der Urin wird im Nachgang über eine Drainage und Pumpe getrennt. Wenn die Tonne voll ist, wird sie verschlossen und gewechselt.
Was passiert mit der Kacke?
Hier kommt nichts weg! Wir retten den Wertstoff Kacke und die darin enthaltenen Nährstoffe vor der Kanalisation und geben die Trockenkloinhalte nach dem Festival in die Kompostierung. Auf unserer eigenen Verwertungsanlage südlich von Hamburg werden die Hinterlassenschaften fachgerecht hygienisiert, kompostiert und zu nährstoffreichem Recyclingdünger. Den Kompost nutzen wir in wissenschaftlichen Feldversuchen als Bodenverbesserer. Alles andere ist aktuell leider illegal. Unser Ziel ist: Lokale Nährstoffkreisläufe schließen und menschliche Fäkalien recyceln.








