Hunderte Menschen haben die Aktion Scheisspapier mit uns zusammen realisiert. Im Vorfeld der Bundestagswahl sammelten wir fremdenfeindliches und hetzerisches Wahlkampfmaterial ein, um eine ganz besondere Klopapier-Edition daraus zu machen. So wurde aus rechter Hetze doch noch etwas Sinnvolles.
5040,50 EUR für den CURA Opferfonds
Mit einem großen Scheck stehen wir im Januar im Berliner Büro der Amadeu-Antonio Stiftung und übergeben eine Spendensumme von 5040,50 EUR, die durch unsere Aktion »Scheißpapier – Hass ist für‘n Arsch« im Rahmen der Bundestagswahl zusammengekommen ist. Wir bedanken uns bei hunderten Unterstützern, die nun die wohl wertvollste Rolle Klopapier bei sich zu Hause im Badezimmer stehen haben! Aus Hass und Hetze kann also doch noch etwas Sinnvolles werden! Die Summe wird nun im CURA-Opferfonds der Stiftung verbleiben und verwendet, wenn Opfer rechter Gewalt finanzielle Unterstützung benötigen. Ein wirklich sehr schönes Projekt mit sehr liebenswürdigen Mitarbeitern, die tagtäglich großartige Arbeit gegen Rassismus leisten.
So wurde aus geistigem Dünnschiss Klopapier
Über 5 Monate hatten wir zusammen mit der pro bono Unterstützung der Agentur Philipp & Keuntje an der Aktion gearbeitet – ohne anfangs genau zu wissen, wohin die Reise eigentlich geht. Im Internet riefen wir zur Teilnahme auf, waren auf Demos unterwegs und haben die »Infostände« der »üblichen verdächtigen« Parteien abgeklappert, um aus geistigem Dünnschiss das einzig Sinnvolle herzustellen: Klopapier. Die Resonanz war fantastisch, zahlreiche Briefe erreichten uns und viel Zuspruch von allen Seiten. Diverse Medien (Deutschlandfunk, jetzt.de, Hamburger Abendblatt, MOPO, uvm…) berichteten über die Aktion und wir konnten weitere Firmen zur Unterstützung gewinnen.
Danke für die großartige Unterstützung unserer Partner
An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an Siemer Verpackungen, die Agentur delikatessen Hamburg und unseren lieben Freund Rebelzer, der die Illustration beigsteuert hat. Wir sprechen uns für ein friedliches Miteinander aus, in der blinder Hass und hetzerische Stimmungsmache keinen Platz haben dürfen. So gesehen halten wir es wie Trevor Noah und nehmen uns den Hintern als Vorbild:
»I don‘t care who you are. We all shit the same. Beyonce shits. The Pope shits. The Queen of England shits. When we shit we forget our airs and our graces. We forget how famous and how rich we are. All of that goes away.«
In diesem Sinne,
Eure Goldeimer Crew


